Bau eines Ausbildungszentrums für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt beginnt

Für die erste Bauphase des Berufsbildungszentrums für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind rund sechs Millionen kapverdische Escudos veranschlagt. Diese Information gab die Präsidentin der Kapverdischen Vereinigung zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt (ACLCVBG), Vicenta Fernandes, am Rande der Grundsteinlegung für das neue Zentrum bekannt.

Die Präsidentin erklärte, dass das Zentrum Frauen, die Opfer oder ehemalige Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind, sowie deren Angehörige durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen unterstützen soll.

„Dieses Zentrum ist ein Mehrzweckzentrum. Es wurde geschaffen, um Frauen, die Opfer oder ehemalige Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind, sowie ihre Familien mit beruflichen Ausbildungsmaßnahmen zu unterstützen. Aufgrund unserer Arbeit stellen wir immer wieder fest, dass insbesondere betroffene Frauen eine berufliche Qualifikation benötigen, um ein besseres Einkommen erzielen zu können. Daraus entstand die Idee für den Bau dieses Zentrums“, erklärte sie.

Nach Angaben von Vicenta Fernandes entstand das Projekt aus der Notwendigkeit heraus, die Eigenständigkeit der Betroffenen zu fördern und Voraussetzungen für ihre soziale und wirtschaftliche Wiedereingliederung zu schaffen.

Der Premierminister von Kap Verde, Francisco Carvalho, erklärte seinerseits, dass die Regierung Partner des Projekts sei, das seinen Ursprung in der Stadtverwaltung von Praia habe.

„Wir sind Partner und arbeiten gemeinsam mit der Kapverdischen Vereinigung zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt zusammen, denn dieses Projekt wurde während meiner Amtszeit als Präsident der Stadtverwaltung von Praia ins Leben gerufen. Dem Verein ist es gelungen, ein hervorragendes Projekt für den Bau dieses Zentrums auszuarbeiten, um seine Aktivitäten weiterzuentwickeln. Dafür wurde dringend ein Grundstück benötigt, um den Antrag auf Fördermittel abschließen zu können. An dieser Stelle kam die Stadtverwaltung ins Spiel: Innerhalb kurzer Zeit stellte sie ein geeignetes Grundstück zur Verfügung und half dabei, die Antragsunterlagen zu vervollständigen“, erklärte er.

Das Projekt wird von der Botschaft Japans im Rahmen des Programms zur Unterstützung lokaler Projekte (APL) 2025–2026 finanziert und auf einem Grundstück errichtet, das von der Stadtverwaltung von Praia zur Verfügung gestellt wurde.



Quelle: Projeto de Centro de Formação para Vítimas de VBG entra na fase de construção